- Die Ortschaft Wickede gehörte zur Pfarrei St. Agnes in Bausenhagen. Da der Fußweg allerdings 75 Minuten dauerte, wurde oft auch das Kloster Scheda aufgesucht, welches nur 30 Minuten entfernt lag.
- 1790 ließ Freiherr von Kleinsorgen, adeliger Besitzer des Gutes Wickede eine kleine Kapelle bauen. Sie war dem Hl. Antonius von Padua geweiht. Ein Mönch des Gutes Scheda kam an den Sonn- und Feiertagen nach Wickede, um eine Messe zu lesen.
- 1803 Aufgrund der Aufhebung des Klosters Scheda (Reichsdeputationshauptschluß) mussten die Wickeder wieder den weiten Weg nach Bausenhagen auf sich nehmen.
- Bis zum Tag der Abpfarrung von St. Agnes Bausenhagen, waren die Priester aus Bausenhagen für die Seelsorge in Wickede verantwortlich.
- 1818 Gründung der Schützenbruderschaft St. Johannes Wickede-Wiehagen
- Ab 1830 gab es Priester mit besonderer Beauftragung für Wickede, der an Sonn- und Feiertagen in der Wickeder Kapelle die Hl. Messe las. Dies wurde aber eher als ein Notbehelf für die alten und schwachen Leute gesehen. Die anderen sollten nach Bausenhagen kommen.
- 1835 wohnten in Wickede und Wiehagen 731 Katholiken
- 1860 der für Wickede beauftragte Priester Heinrich Sauer erhält die Erlaubnis, seinen Wohnsitz nach Wickede zu verlegen.
- 1862 wurde nach jahrelangem Bemühen der Bau einer neuen Kapelle vollendet.
- 15.7.1864 Abpfarrung der Orte Wickede und Wiehagen von der Gemeinde St. Agnes Bausenhagen. Vikar Ferdinand Engelhard, seit 1861 in Wickede, wurde zum Pfarrverweser der neuerrichteten Pfarrei ernannt.
- 1871 wohnten in Wickede und Wiehagen 970 Katholiken.
- 1873 Pfarrverweser Engelhard wird am 22.1. zum Pfarrer in Wickede ernannt.
- 1895 wohnten in Wickede und Wiehagen 1.450 Katholiken (schnelles Wachstum)
- 1902/03 Vier Schwestern der Olper Franziskanerinnen kommen nach Wickede. 1903 beginnen sie mit dem Bau eines Krankenhauses.
- 1907 begann der Bau des 58,15m hohen Kirchturmes. Die Vorhalle wurde zu einem kleinen Querschiff umgebaut.
- 1908 Gründung der KAB Wickede mit 80 Mitgliedern.
- 1912/13 Am 18.11. stirbt Pfarrer Engelhard. Sein Nachfolger wird Pfarrer Franz Gerken.
- 1915 Gründung der Kath. Frauengemeinschaft ("Mütterverein").
- 1923 wird der Bau des Vereinshauses abgeschlossen und eingeweiht.
- 1923 Der Josefskindergarten wird eingeweiht.
- 1925 wurde in Wiehagen eine Wegekapelle erbaut.
- 1926 wird die Kapelle in Schlückingen eingeweiht und unter den Schutz des Hl. Josef gestellt.
- 1926 Der Marienkindergarten wird als zweiter Kindergarten gebaut.
- 1927 Die Kolpingfamilie Wickede wird gegründet.
- 1932 Pfarrer Gerken lässt aus Dankbarkeit die Bergkapelle zu Ehren Muttergottes errichten.
- 1938 gehörten 3250 Katholiken zur Gemeinde. Dieser Anstieg war ausschlaggebend, dass vorhandene Erweiterungspläne der Kirche vorangetrieben werden.
- 1939 begann der Erweiterungsbau der Kirche.
- 1943/44 Pfarrer Gerken stirbt am 29.5.1943. Sein Nachfolger wird Pfarrer Josef Vogt.
- 1950 Die ersten 6 Steyler Missionsschwestern kommen nach Wimbern, um ein Zentralkloster zu bauen. Aus dem ehemaligen Barackenhospital wächst nach und nach das Marienkrankenhaus.
- 1953 Pfarrer Vogt wird Probst in Bochum. Sein Nachfolger wird Pfarrer Paul Ostermann.
- 1955 Der Antoniuskindergarten wird gebaut.
- 1959 wurden die Säulen und Pfeiler aus der Kirche entfernt (Sichtbehinderung) und gegen Stahlrohe ausgetauscht.
- 1961 Pastor Eberhard Gorniak tritt seinen Dienst in Wickede an.
- 1964 wurde Franz Xavier Nierhoff MSF zum Bischof (Diözese Floresta) ernannt und in der Pfarrkirche St. Antonius geweiht.
- 1975 Pfarrer Ostermann tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Pfarrer Karl Mause.
- 1976 wird das Roncalli-Haus fertiggestellt. Am 25. September wurde die Kirche durch Erzbischof Degenhard (jetzt Kardinal) dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht. Baukosten von 2.269.777,55 DM entstanden. Umbauter Raum: 6588 cbm.
- 1.5.1981 Umgemeindung der Orte Scheda (aus St. Agnes Bausenhagen), Schlückingen und Schafhausen (aus St. Kunibert Büderich) und Wimbern (aus St. Johannes Baptist Barge) nach St. Antonius Wickede